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Prof. Dr. August Stieren bei der fotografischen Dokumentation einer Wallburg 1956

Geschichte

Um die landesgeschichtliche Arbeit auf archäologischem Gebiet zu intensivieren und zu ergänzen, beschloss der „Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens“ die Einrichtung einer Altertumskommission, die am 30.12.1897 gegründet wurde. Die Altertumskommission übernahm denkmalpflegerische Tätigkeiten und förderte die Inventarisation von frühen Wallburgen sowie die Erforschung der Römerlager in Westfalen.
Auch während der NS-Zeit bewältigte es die Kommission dank ihres damaligen Vorsitzenden Prof. Dr. August Stieren, ihre Forschungsfelder unbeeinflusst vom „germanischen Gedankengut“ weiterzuführen.
Durch die Einführung einer amtlichen Bodendenkmalpflege in den 1920er-Jahren stellte die Altertumskommission ihre Ausgrabungstätigkeiten weitgehend ein und widmete sich anderen Arbeiten: Im Vordergrund stehen seitdem die Betreuung, Förderung und Herausgabe von Publikationen, wissenschaftliche Forschungen sowie die Inventarisation und archivalische Erfassung von Bodendenkmälern.



Nähere Informationen:

Bendix Trier, Zur Geschichte der Altertumskommission für Westfalen. In: Westfälisches Landesmuseum für Archäologie/Amt für Bodendenkmalpflege (Hrsg.), Hinter Schloss und Riegel. Burgen und Befestigungen in Westfalen (Bönen 1997) 11–31.
Bernhard Sicherl/Bendix Trier, Einhundert Jahre Geschichte der Altertumskommission für Westfalen von 1896 bis 1996. Veröffentlichungen der Altertumskommission XVI (Münster 2006).