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Beschilderung des Megalithgrabes in Soest Hiddingsen mit der Aufschrift "Zum Steinkistengrab"

Megalithik in Westfalen

Der jüngste Forschungsschwerpunkt der Altertumskommission befasst sich mit spätjungsteinzeitlichen Großstein- oder Megalithgräbern, den ältesten erhaltenen Bauzeugnissen in Westfalen. Das Projekt hat es sich zur Aufgabe gemacht, die einzigartige Denkmälergruppe Westfalens wissenschaftlich neu zu erfassen, zu erforschen und anschließend der Öffentlichkeit mit modernen Methoden zu präsentieren.

Westfalen ist dabei als „megalithischer Glücksfall“ zu bezeichnen, denn hier treffen auf engem Raum zwei in Grabbau und Beigabensitten sich stark unterscheidende, aber kollektiv bestattende Kulturen aufeinander, die Trichterbecherkultur und die Wartbergkultur.

Der archäologische Kenntnisstand zu den einzelnen Gräbern ist sehr unterschiedlich, doch sind viele der Anlagen im kulturellen Gedächtnis ihrer Region beispielsweise durch Sagen oder auch als Bestandteil von aktuellen Wanderwegen fest verankert. Zusammen mit der wissenschaftlichen Aufarbeitung soll dieses Potenzial in Zukunft genutzt werden, um die westfälischen Megalithen in die 2013 entstandene Europäische Kulturstraße „European Route of Megalithic Culture“ zu integrieren und internationale Verbindungen zu schaffen.

Seit März 2015 ist die Altertumskommission Mitglied des Vereins "Megalithic Routes e.V.".

Projekt

Megalithik in Westfalen

Ein Vortrag der Projektleiterin Kerstin Schierhold, den sie im Mai 2014 anlässlich der Jahreshauptversammlung der Altertumskommission für Westfalen in Bielefeld gehalten hat, kann hier eingesehen und heruntergeladen werden.

Vortrag Kerstin Schierhold "Megalithik in Westfalen" (PDF, nicht barrierefrei)

Verschiedene Schilder zu unterschieldichen Megalithgräbern in Westfalen