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Das Großsteingrab von Lengerich-Wechte

Das Großsteingrab von Lengerich-Wechte

Das Großsteingrab von Lengerich-Wechte liegt am Nordost-Rand des Münsterlandes unmittelbar vor dem Höhenzug des Teutoburger Waldes. Die Rekonstruktion des Megalithgrabes wurde 1928 errichtet und ist somit eine der ältesten im westfälischen Raum.

Die heute auf einer Länge von 35 m erhaltene Anlage ist in etwa Nordost-Südwest ausgerichtet. Die Seitenwände bilden jeweils eine Reihe von 13 bzw. 12 Tragsteinen. In den Lücken zwischen diesen Steinblöcken sind an einigen Stellen die Reste von Trockenmauerwerk sichtbar.

Die Anlage entspricht in ihrem Aufbau den Ganggräbern norddeutscher Prägung. Gräber dieser Art wurden von den Menschen der Trichterbecherkultur errichtet und zwischen 3500 und 2800 v. Chr. über mehrere Generationen als Bestattungsorte genutzt. Sie finden sich im Westen von den nordöstlichen Niederlanden bis nach Norden nach Dänemark und Südschweden, östlich bis nach Polen und südöstlich bis in die Altmark in Sachsen-Anhalt. Westfalen liegt am südwestlichen Rand der Verbreitung; hier liegen die Ganggräber in den nördlichen und westlichen Landesteilen mit den Kreisen Steinfurt und Borken sowie im Mindener Raum.

Das Großsteingrab von Lengerich-Wechte als 3-D-Modell

Das Modell wurde mit "Image-Based-Modeling" erstellt und ähnelt Bildern von Laserscannern, wirkt jedoch wie eine digitale Kopie. Gleichzeitig dient das Modell als digitale Vermessung, bei der die Anlage sowohl im Gesamten, als auch en Détail zu sehen ist.