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Die Großen Sloopsteene

Die Großen Sloopsteene bei Lotte-Wersen

Die Großen Sloopsteene sind eines der schönsten und besterhaltenen Großsteingräber Westfalens. Sie sind obertägig und fast ausschließlich aus nordischen Geschiebefindlingen errichtet.

Die Anlage ist 18,5 m lang und im Lichten 1,8 m breit. Sie wird von einem teilweise erhaltenen Kranz kleinerer Findlinge umgeben, der einen 23,5 m langen, heute nicht mehr vorhandenen Hügel an seinem Fuß abschloss. Das Grab ist Ostnordost-Westsüdwest ausgerichtet (71° Abweichung von der Nordachse). Der Zugang zur Grabkammer erfolgte von der Mitte der südlichen Längsseite über einen Gang.

Die Anlage entspricht in ihrem Aufbau den nach ihrer typischen Zugangskonstruktion benannten Ganggräbern norddeutscher Prägung. Gräber dieser Art wurden von den Trägern der Trichterbecherkultur errichtet und zwischen 3500 und 2800 v. Chr. über mehrere Generationen als Bestattungsorte genutzt. Sie finden sich im Norden von den nordöstlichen Niederlanden bis nach Dänemark und Südschweden, östlich bis nach Polen und südöstlich bis in die Altmark in Sachsen-Anhalt. Westfalen liegt am südwestlichen Rand der Verbreitung; hier liegen die Ganggräber in den nördlichen und westlichen Landesteilen mit den Kreisen Steinfurt und Borken sowie im Mindener Raum.

Die Großen Sloopsteene als 3D-Punktwolke

Die 3-D-Punktwolke wurde mit "Image-Based-Modeling" erstellt. Sie ähnelt den Bildern von Laserscannern, wirkt jedoch wie eine digitale Kopie. Das Modell dient auch als digitale Vermessung, bei der die sichtbaren Unterseiten der Steine zu sehen sind.